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Luftaufnahme von 1934: die Trasse der Parsennbahn zum Weissfluhjoch

Historie

Die Parsennbahn: Wie Davos den Winter erfand

Im Dezember 1931 rollte die erste rote Standseilbahn von Davos Dorf bergwärts – und machte aus einem Kurort eine Wintersport-Destination. Die Geschichte einer Bahn, die bis heute fährt, und des Jahrzehnts, in dem Davos das Skifahren für sich entdeckte.

Eröffnet 17.12.1931Rund 4 km StreckeFährt bis heute

Wer heute an der Talstation der Parsennbahn in Davos Dorf einsteigt, steht an einem Stück Schweizer Tourismusgeschichte: Kaum eine Bahn hat einen Ort so verändert wie diese.

Vorgeschichte: Die Kurgäste fahren zuerst

Die erste Standseilbahn von Davos war nicht für Skifahrer gedacht. Die Schatzalp-Bahn von 1899 brachte Kurgäste und Sanatoriumsbesucher aufs Sonnenplateau – der Wintersport war damals Nebensache, ein Zeitvertreib für gelangweilte Kurpatienten. Doch genau aus dieser Ecke kam die Wende: Die Engländer, die zur Kur nach Davos reisten, brachten Ski und Schlitten mit, und in den 1920er-Jahren wuchs aus dem Zeitvertreib ein Boom.

1931: In zwei Etappen aufs Weissfluhjoch

Am 17. Dezember 1931 eröffnete die erste Sektion der Parsennbahn von Davos Dorf zur Station Höhenweg. Der Andrang war so groß, dass man keine vier Monate später mit der zweiten Sektion begann: Am 2. Dezember 1932 fuhr die Bahn erstmals durchgehend bis aufs Weissfluhjoch auf 2.663 Meter – insgesamt rund vier Kilometer Strecke. Die Parsennbahn gehörte damit zu den ersten Bahnen der Schweiz, die eigens für den Wintersport gebaut wurden, und wurde zur wohl berühmtesten Standseilbahn des Landes.

Was sie auslöste, lässt sich bis heute abfahren: die langen Abfahrten vom Parsenn Richtung Klosters, die dem Gebiet seinen Ruf als Eldorado für Vielfahrer einbrachten – und Davos endgültig vom Kurort zur Wintersport-Destination machten.

Historische Luftaufnahme des Davoser Tals von 1934
Davos 1934 – die Jahre, in denen die Bahn den Ort veränderte (ETH-Bibliothek, Public Domain)

Und heute?

Die Parsennbahn fährt immer noch – modernisiert, aber auf derselben Trasse. Oben schließt die Gipfelbahn zum Weissfluhgipfel (2.843 m) an, dem höchsten Punkt des Skigebiets. Wie sich die Bahn in das heutige System aus sieben Bahnen einfügt, zeigt unsere Übersicht der Davoser Bergbahnen; die aktuellen Betriebszeiten stehen im Aktuell-Bereich.

Selbst nachfahren: Die historische Strecke erlebst du am besten im Winter mit der klassischen Runde Weissfluhjoch → Klosters – Details in unserem Parsenn-Guide. Im Sommer lohnt die Fahrt für die Höhenwanderungen ab Weissfluhjoch.

Stand: Juli 2026. Quellen: Davos Klosters Bergbahnen, standseilbahnen.ch, Wikipedia (Davos-Parsenn-Bahnen). Titelbild: Luftaufnahme vom 17. August 1934, ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz (LBS MH01-008047) – gemeinfrei.

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